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Prozessoptimierung & Strukturanalyse
Komplexität entsteht selten durch einen einzigen Fehler. Sie entsteht durch viele kleine Entscheidungen, die irgendwann niemand mehr hinterfragt. Ich schaue auf Prozesse mit dem Blick von außen. Was kostet mehr als es bringt. Was doppelt gemacht wird. Was dokumentiert ist und was nur im Kopf einer einzigen Person existiert. Das Ergebnis ist keine PowerPoint mit Handlungsempfehlungen. Es ist ein handhabbarer Standard, der sich im Alltag bewähren muss.

Was ich konkret untersuche
Prozesse entstehen nicht durch Planung. Sie entstehen durch Gewohnheit. Jemand hat einmal eine Aufgabe so gelöst, es hat funktioniert, und seitdem wird es so gemacht. Das ist kein Problem solange die Bedingungen gleich bleiben. Sobald sie sich ändern, wird aus der Gewohnheit eine Bremse.

Ich untersuche wie Arbeit tatsächlich fließt: Wo beginnt eine Aufgabe, wer übergibt sie an wen, wo wartet sie und warum. Ich schaue auf Schnittstellen zwischen Personen, Teams und Systemen, weil dort die meisten Reibungsverluste entstehen. Und ich frage nach dem Wissen das nirgendwo steht: Was weiß diese eine Person, die seit zwanzig Jahren dabei ist, und was passiert wenn sie geht.

Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Onboarding-Prozess für neue Mitarbeitende. Formal existiert er: es gibt eine Checkliste, einen Ablaufplan, zuständige Personen. In der Realität dauert es drei Wochen bis jemand produktiv arbeiten kann, weil die Zugänge zu den nötigen Systemen von vier verschiedenen Personen vergeben werden, die sich nicht absprechen, und weil die Checkliste seit zwei Jahren nicht aktualisiert wurde.

Die Lösung: Zuständigkeiten auf eine Stelle bündeln, Checkliste auf den aktuellen Stand bringen, Zugangsvergabe automatisieren. Keine große Transformation. Drei Wochen werden zu drei Tagen.

Was messbar wird
Strukturarbeit zeigt sich in Zeit. In Aufgaben die nicht liegenbleiben weil unklar ist wer zuständig ist. In Entscheidungen die nicht verzögern weil der Entscheidungsweg zu lang ist. In Einarbeitungszeiten die kürzer werden. Und in Wissen das nicht verloren geht wenn jemand das Unternehmen verlässt.

Wer weiß dass etwas nicht rund läuft, aber nicht genau benennen kann was, braucht jemanden der von außen hinschaut. Das kostet Zeit und manchmal Überwindung. Es kostet weniger als das was das Problem im laufenden Betrieb täglich kostet.

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