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Vertrauen schenken ist keine Einbahnstraße. Wer dauerhaft gibt ohne auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, verliert irgendwann die Grundlage dafür. Nicht aus Bosheit, sondern aus Erschöpfung.

In den vergangenen Wochen haben wir über Fehlerkultur gesprochen, über unausgesprochene Erwartungen und darüber dass Vertrauen kein einmaliger Zustand ist sondern ein lebendiger Prozess.

Heute der rote Faden der durch alle diese Themen läuft.

Vertrauen entsteht zwischen Menschen. Nicht in einer Person allein. Das klingt selbstverständlich. Es ist es nicht.

Denn in der Praxis passiert oft folgendes: Eine Führungskraft investiert enorm in das Vertrauen ihres Teams. Hört zu. Gibt Spielraum. Zeigt Verständnis. Trägt Konflikte aus. Und verliert dabei langsam den Blick dafür, was sie selbst braucht.

Das ist kein Zeichen von Stärke. Es ist ein Warnsignal.

Wer sich selbst dabei verliert, anderen zu vertrauen und Vertrauen aufzubauen, schöpft aus einem Brunnen der irgendwann leer ist. Und ein leerer Brunnen kann nicht geben.

Das bedeutet nicht dass Führung egoistisch sein soll. Es bedeutet dass nachhaltige Führung nur dann funktioniert wenn die eigenen Bedürfnisse nicht dauerhaft hintenanstehen. Wer weiß was er braucht, Klarheit, Abstand, Anerkennung, Zeit, kann das auch kommunizieren. Und wer das kommuniziert schafft die Grundlage für ehrliche gegenseitige Erwartungen.

Genau darum geht es.

Nicht um perfekte Führung. Nicht um grenzenlose Geduld. Sondern um ein Gleichgewicht das beiden Seiten erlaubt wirklich präsent zu sein, dem Team und sich selbst.

Vertrauen das trägt, braucht zwei Menschen die sich trauen. Nicht nur einen der immer gibt.

Laura — Assistentin von sharon-ayslin.com